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Die Stadt Homburg hat bereits 1979 eine Altstadtsatzung erlassen, um die Gestaltung der Innenstadt und Altstadt verbindlich zu regeln. In den vergangenen Jahren zeigte sich jedoch, dass diese Satzung nicht konsequent angewendet wurde und es zahlreiche Ausnahmen gab. Im Zuge des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) für die Altstadt wurde deutlich, dass eine Überarbeitung notwendig ist, um den veränderten städtebaulichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gerecht zu werden. Ziel ist es, die Altstadt als historisches, kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Stadt zu stärken, ein einheitliches und hochwertiges Stadtbild zu sichern und gleichzeitig eine flexible Weiterentwicklung zu ermöglichen.
Die Überarbeitung der Satzung legt einen besonderen Fokus auf die Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit der Regelungen. Neben rein formellen Festsetzungen werden ergänzende Begründungen und Erläuterungen erarbeitet, um eine einheitliche Anwendung sicherzustellen und die Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu erhöhen. Ein wesentliches Prinzip ist der Erhalt der baulichen Identität Homburgs, ohne eine rein historische Rekonstruktion anzustreben. Neubauten und Sanierungen sollen sich harmonisch in das gewachsene Stadtbild einfügen und die charakteristischen Merkmale der Altstadt respektieren. Gleichzeitig wird auf eine behutsame Anpassung der historischen Bausubstanz an heutige Nutzungsanforderungen geachtet.
Das Ergebnis ist eine neue Gestaltungssatzung, die ein Mindestmaß an gestalterischen Anforderungen definiert, um die Altstadt als zusammenhängenden und identitätsstiftenden Stadtbereich zu bewahren. Sie berücksichtigt Aspekte wie Maßstäblichkeit der Gebäude, Dachlandschaft, Fassadengestaltung und Werbeanlagen. Dabei wird Bauherren und Planern weiterhin Spielraum für individuelle Lösungen gegeben, während gleichzeitig ein gestalterischer Rahmen für die qualitätsvolle Weiterentwicklung gesetzt wird. Mit dieser Satzung wird die Altstadt langfristig als attraktiver, lebendiger und authentischer Stadtraum gesichert.



Leistungen: Erstellung Altstadtsatzung
Auftraggeber: Stadt Homburg/Saar
Planungszeitraum: 2022
Plangebietsgröße: ca. 7 ha

Das Quartier Belchenstraße/Blauenstraße in Freiburg befindet sich in einem tiefgreifenden Wandlungsprozess. Ziel der Stadt ist es, einen klaren Rahmen für die zukünftige Entwicklung des Quartiers zu schaffen, insbesondere in den Bereichen Städtebau, Mobilität, Soziales, Freiraum und Umwelt. Diese Leitlinien sollen als Entscheidungshilfen für kommende Maßnahmen dienen und dabei die Interessen der Bewohner und anderer Interessierter einbeziehen.
Die Stadtverwaltung hat dafür ein Dialogverfahren initiiert, um die Meinungen und Erwartungen der Menschen vor Ort zu erfassen. Zwei öffentliche Veranstaltungen dienten der Informationsweitergabe und der aktiven Beteiligung der Bürgerschaft. In enger Zusammenarbeit mit MESS und Anne Krämer kooperative Stadtentwicklung wurde ein Prozess entwickelt, der neben der Information der Bevölkerung vor allem die Beteiligung der Anwohner fokussiert. Die gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Entwicklung der Quartiersleitlinien ein.
Die fertigen Leitlinien bieten eine planerische Grundlage für alle zukünftigen Entwicklungen im Quartier. Sie berücksichtigen Themen wie die bauliche Gestaltung, die soziale Infrastruktur, Mobilitätskonzepte und die Gestaltung öffentlicher Räume. Als informelles Konzept dienen sie als Orientierung für die weiteren Planungs- und Entscheidungsprozesse in Bezug auf städtebauliche Wettbewerbe und Bauleitplanverfahren.





Leistungen: Dialogverfahren und städtebaulicher Rahmen (Quartiersleitlinien)
Auftraggeber: Stadt Freiburg im Breisgau
Planungszeitraum: 2022
Plangebietsgröße: ca. 10 ha
In Zusammenarbeit mit: Anne Krämer kooperative Stadtentwicklung, Leipzig

In der Stadt Kaiserslautern gibt es seit geraumer Zeit Diskussionen über die Platzierung und Gestaltung neuer Sitzmöbel in der Innenstadt. Um eine zielgerichtete und umsetzbare Lösung zu finden, entschied sich der Stadtrat für einen öffentlichen Workshop, der am 21.07.2022 stattfand. Ziel war es, Bürger aktiv einzubeziehen und ein Votum darüber zu erhalten, an welchen Standorten neue Sitzbänke sinnvoll wären, wie sie gestaltet sein sollten und wie besondere Plätze durch Sitzmöbel aufgewertet werden könnten. Die Ergebnisse sollten als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Maßnahmen dienen.
Der Workshop wurde von MESS Stadtplaner moderiert und umfasste mehrere Arbeitsphasen. Zunächst wurden die Teilnehmenden zu ihren Erwartungen befragt, anschließend erarbeiteten sie durch Klebepunkt-Votings, Kartenmarkierungen und Entwürfe konkrete Vorschläge. Besonders im Fokus standen die Achse Musikerplatz bis Mainzer Tor sowie markante Plätze wie der Stockhausplatz und der Bereich vor dem Union-Kino. Es wurde ermittelt, welche Bankmodelle bevorzugt werden, wo Sitzgelegenheiten fehlen und wie besondere Orte gestaltet werden können.
Die Ergebnisse zeigen eine klare Präferenz für bequeme, optisch ansprechende Bänke mit Holzauflagen. Zudem wurde der Bedarf an schattigen Sitzplätzen und barrierefreien Lösungen hervorgehoben. Besonders priorisiert wurde die Aufwertung des Platzes vor dem Union-Kino, da er eine zentrale Rolle in der Innenstadt spielt. Die Workshopteilnehmenden forderten, dass die Stadt die Ergebnisse berücksichtigt und weitere Beteiligungsformate für die Stadtgestaltung anbietet.




Leistungen: Durchführung Workshop und Dokumentation
Auftraggeber: Stadt Kaiserslautern
Planungszeitraum: 2022
Plangebietsgröße: gesamte Innenstadt mit Vertiefungsbereichen

Die Stadt Bad Saulgau sucht nach neuen Wegen, um den östlichen Stadtrand zu entwickeln. Ziel ist es, diesen wichtigen Bereich durch ein Konzept, das mehrere thematisch voneinander abgegrenzte „Teppiche“ umfasst, gezielt zu stärken. Jeder Teppich fokussiert sich dabei auf die vorhandenen Potenziale und Begabungen der Umgebung, um den Stadtbereich aufzuwerten und zu verbinden.
Die Vorgehensweise sieht vor, eine zentrale Durchwegung für Fußgänger und Radfahrende zu schaffen, die alle Teppiche miteinander verknüpft. Diese Verbindung bildet Platz- und Freiräume aus, die als Trittsteine die neue, qualitätsvolle Stadtstruktur unterstützen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem „Quartier Mooshaupten“, das südlich an das bestehende Wohngebiet anschließt. Hier soll eine höhere Bebauungsdichte realisiert werden, die dennoch im Einklang mit den Maßstäben von Bad Saulgau steht.
Das Ergebnis des Projekts ist die Entwicklung eines kleinteiligen Wohngebietes, das durch eine Mischung aus Einfamilienhäusern, Stadthäusern und Mehrfamilienhäusern sowie einer moderaten Gebäudehöhe von zwei bis drei Stockwerken geprägt ist. Der autofreie Charakter des Quartiers fördert die gemeinschaftliche Nutzung der Verkehrsflächen. Das „Quartier Mooshaupten“ soll somit zu einer attraktiven, dörflich geprägten Siedlungskante im Osten Bad Saulgaus werden, die den Wohnstandort qualitätsvoll stärkt und eine neue, lebendige Nachbarschaft schafft.




Leistungen: Städtebaulicher Workshop, Mehrfachbeauftragung
Auftraggeber: Stadt Bad Saulgau
Planungszeitraum: 2021
Plangebietsgröße: Ideenteil ca. 25,5 ha, davon Realisierungsteil ca. 2,5 ha

Das PFAFF-Areal in Kaiserslautern, ein historisch bedeutsames Gebiet, soll zu einem Modellprojekt für moderne und nachhaltige Stadtentwicklung werden. Ziel ist es, die besonderen Qualitäten des Areals zu bewahren und gleichzeitig ein innovatives, zukunftsfähiges Stadtquartier zu schaffen, das als Vorbild für zukünftige städtebauliche Entwicklungen in Kaiserslautern dient.
Der städtebauliche Rahmenplan von MESS, der nach einem intensiven Planungsprozess und zahlreichen Beteiligungsrunden mit öffentlichen Akteuren und Fachabteilungen erstellt wurde, legt die grundlegende Konzeption für die Konversion des PFAFF-Areals fest. Dieser Plan wird nun in einem verbindlichen Gestaltungshandbuch weiterentwickelt, das als Grundlage für das Bauleitplanverfahren dient. Das Handbuch umfasst städtebauliche und freiraumplanerische Ziele und stellt sicher, dass die geplanten Entwicklungen mit den Vorgaben der Stadt und der Region übereinstimmen.
Das Ergebnis des Projekts ist die Schaffung eines eigenständigen, attraktiven Stadtquartiers, das die industrielle Geschichte des Areals mit modernen, energieeffizienten und nutzungsgemischten Gebäuden verbindet. Das Gestaltungshandbuch dient als wichtiges Kommunikationsinstrument, das die bauliche Entwicklung leitet und die Qualität des Projekts sichert, um das neue Image des Gebiets als urbaner und identitätsstiftender Stadtteil zu gewährleisten.



Leistungen: Rahmenplan, Begleitung der Bauleitplanung, Gestaltungshandbuch
Auftraggeber: Stadt Kaiserslautern
Planungszeitraum: 2016-2018
Plangebietsgröße: ca. 21 ha
In Zusammenarbeit mit: ASTOC Architects and Planners, Köln

Das Projekt zur Aufwertung des Bahnhofsumfelds in Speyer verfolgt das Ziel, den Hauptbahnhof als zentralen Mobilitätspunkt und bedeutsamen Stadtraum funktional und gestalterisch zu verbessern. Dabei soll das gesamte Areal von der südlichen Bahnhofsvorplatz bis zum ZOB als attraktiver, multimodaler Verkehrsknotenpunkt und repräsentative Visitenkarte der Stadt weiterentwickelt werden. Ziel ist es, die Barrierefreiheit zu erhöhen, den Komfort für Nutzer zu verbessern und zusätzliche Serviceangebote wie Fahrradabstellanlagen, E-Carsharing-Plätze und barrierefreie Toiletten bereitzustellen.
In einem ersten Schritt wird ein Grobkonzept entwickelt, das mögliche Szenarien für die Umgestaltung aufzeigt. Das Büro MESS hat dafür zwei Varianten entworfen: Eine Minimal-Variante, die kurzfristige, kostengünstige Maßnahmen umfasst, und eine Maximal-Variante, die langfristige und umfassendere Änderungen vorstellt. Dabei werden verschiedene funktionale und gestalterische Elemente berücksichtigt, wie etwa die Einrichtung von neuen Zugängen, Fahrradabstellmöglichkeiten und eine Aufwertung des gesamten Platzbereichs mit Sitzgelegenheiten und Begrünungselementen.
Das Ergebnis des Projekts wird eine abgestimmte Rahmenkonzeption sein, die konkrete Handlungsansätze und Maßnahmen für die langfristige Entwicklung des Bahnhofsareals formuliert. Diese Konzeption soll als Grundlage für die nächsten Planungs- und Umsetzungsschritte dienen und dabei verschiedene Interessen und Akteure einbeziehen, um ein harmonisches und funktionales Gesamtkonzept zu schaffen, das sowohl den verkehrlichen als auch den städtebaulichen Anforderungen gerecht wird.




Leistungen: Rahmenkonzeption Bahnhofsumfeld
Auftraggeber: Stadt Speyer
Planungszeitraum: 2019
Plangebietsgröße: ca. 0,5 ha

In Zusammenarbeit mit: Agence 120 GR Landschaftsarchitekten, Straßburg; Durth Roos Consulting GmbH (Verkehrsplanung), Darmstadt
Das ehemalige Walzwerk in Trier-Kürenz bietet mit seiner Aufgabe als Industriefläche die Chance, ein neues, mischgenutztes Quartier zu schaffen. Auf dem 4,1 Hektar großen Areal, nahe der Trierer Innenstadt, soll ein urban geprägtes Wohngebiet entstehen, das durch attraktive Freiräume und nachhaltige Mobilitäts- sowie Klimakonzepte ergänzt wird. Ziel ist es, die dörflichen Strukturen von Alt-Kürenz mit der urbanen Typologie der Innenstadt zu verbinden und so die städtebauliche Weiterentwicklung des historischen Stadtteils voranzutreiben. Dabei wird auf eine harmonische Einbettung in die Umgebung geachtet, um vielfältige Bezüge und Übergänge zu schaffen.
Im Rahmen einer zweistufigen Mehrfachbeauftragung wurde zunächst eine städtebauliche Struktur entwickelt, die anschließend zu einem vertieften Konzept ausgearbeitet wurde. Die Arbeitsgemeinschaft unter Federführung von MESS gewann den Wettbewerb und übernahm die planerische Weiterentwicklung. Der Entwurf integriert identitätsstiftende Elemente des ehemaligen Walzwerks sowie der Umgebung und schafft ein Band aus Plätzen und Grünräumen, das die organischen Strukturen von Kürenz mit dem orthogonalen Raster des Walzwerks verbindet.
Das Ergebnis ist das „Walzwerkquartier“, das durch eine Mischung aus urbanen und dörflichen Elementen sowie eine soziale Vielfalt überzeugt. Es verknüpft bestehende Strukturen und neue Entwicklungen zu einem lebendigen Stadtquartier mit grünen Trittsteinen, die den Schlosspark anbinden. Damit setzt das Quartier Maßstäbe für eine nachhaltige, integrative Stadtentwicklung in Trier.




Leistungen: Städtebauliche Mehrfachbeauftragung, 1. Preis
Auftraggeber: Stadt Trier
Planungszeitraum: 2019
Plangebietsgröße: ca. 4 ha
