
1. Rang MFB

1. Preis MFB

2. Platz WBW

1. Platz MFB

1. Platz WBW

2. Platz MFB

1. Platz KOOP

1. Platz MFB

Teilnahme KOOP

MFB

1. Platz WBW

Preisträger WBW (Phase 1)

1. Platz MFB

3. Platz MFB

WBW (2. Phase)

Teilnahme Ideenwerkstatt

2. Platz KOOP

Teilnahme MFB

Teilnahme MFB

Teilnahme WBW

Anerkennung MFB
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In Zusammenarbeit mit: GDLA Gornik Denkel Landschaftsarchitektur PartGmbb, Heidelberg
Mit der Industriebrache Brinkhaus bietet sich die einzigartige Möglichkeit zur Schaffung eines neuen, attraktiv gelegenen Stadtquartiers in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt. Aktuell stellt das ehemalige Werksgelände eine Zäsur und Barriere innerhalb des bestehenden Grünzugs dar. Bestehende Überlegungen zur Neuordnung des Areals sind in der „Warendorfer Position“ verankert, die als Grundlage für weitere konzeptionelle Schritte dient.
Im Zuge der Neuentwicklung des Areals kommt insbesondere dem Umgang mit dem Bestand und der Ablesbarkeit des industriellen Erbes große Bedeutung zu. Dies umfasst zum einen den Erhalt prägender und wertvoller Bauten sowie deren Um- und Neunutzung. Zum anderen auch den Erhalt der räumlichen Grundkonfiguration des Areals und seiner „Richtungen“. Im Rahmen der Ausbildung von Baufeldern steht auch die Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum, mit der Schaffung qualitätvoller Freiräume und Platzflächen sowie attraktiv gestalteter Uferzonen im Fokus. Die Einbindung des neuen Quartiers in seine naturräumliche Umgebung sowie die enge Vernetzung von Frei- und Siedlungsräumen sind zentrale Aufgaben. Ebenso die Integration zu erhaltenden Bestands in die neue Bau- und Nutzungsstruktur.
Dies führt im Ergebnis zu einem attraktiven mischgenutzten Quartier, in dem sich die Historie des Ortes widerspiegelt, das auf vielfältige Weise mit den umgebenden Grünstrukturen und Wasserbereichen verknüpft ist und für alle Verkehrsarten gut an die Innenstadt angebunden ist. Das Brinkhaus-Quartier als lebendiger Stadtbaustein Warendorfs!
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Leistungen: Städtebaulicher und freiraumplanerischer Wettbewerb
Auftraggeber: Stadt Warendorf
Planungszeitraum: 2024
Plangebietsgröße: ca. 4,2 ha
In Zusammenarbeit mit: GDLA Gornik Denkel Landschaftsarchitektur PartGmbb, Heidelberg

Die Verlagerung des Evangelischen Gemeindehauses in Auenstein bietet eine einzigartige Chance, eine klare und lebendige Ortsmitte zu schaffen. Aktuell fehlt Auenstein ein zentraler Ort, da sich die belebenden Nutzungen entlang der Hauptstraße aufreihen. Der Abriss mehrerer Gebäude im Bereich der Kirche eröffnet die Möglichkeit, das Kirchenumfeld aufzuwerten und eine neue Dorfmitte zu etablieren, die als Zentrum für die Gemeinde fungiert und eine hohe Aufenthaltsqualität bietet.
Im Rahmen des Projekts wird eine neue Dorfmitte zwischen dem Friedhof im Norden und dem Dorfkern im Süden geschaffen. Wichtige Einrichtungen wie das neue Gemeindehaus, der Gasthof Krone, die Kirche und ein geplantes Dorfladen-/Café gruppieren sich um den zentralen „Kirchplatz“. Dieser Platz wird zum Identifikationspunkt und Treffpunkt für alle Generationen in Auenstein. Eine barrierefreie Verbindung zwischen der Kirche und dem Friedhof wird hergestellt und die Kirchgasse wird als verkehrsberuhigte Zone in die Dorfmitte integriert, wobei der Kirchplatz autofrei bleibt, um die Aufenthaltsqualität zu steigern.
Das Ergebnis des Projekts ist eine multifunktionale und attraktive Dorfmitte, die die soziale Interaktion fördert. Das Gemeindehaus bildet eine gestalterisch wertvolle Platzkante zum Kirchplatz und verbindet diesen mit der Kirchgasse und dem Gasthof. Der Neubau eines Dorfladens und einer Wohnung trägt zur Belebung des Platzes bei. Das insgesamt entstandene Ensemble aus unterschiedlichen Platzbereichen und Gebäudeformen fügt sich harmonisch in das städtebauliche Gefüge ein und schafft einen lebendigen und einladenden Ort für die Dorfgemeinschaft.
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Leistungen: Mehrfachbeauftragung; 1. Platz
Auftraggeber: Gemeinde Ilsfeld
Planungszeitraum: 2023
Plangebietsgröße: ca. 1 ha
In Zusammenarbeit mit: GDLA Gornik Denkel Landschaftsarchitektur PartGmbb, Heidelberg

Der Masterplan für das Rathauscarrée in Dillingen wurde entwickelt, um auf mehrere städtebauliche Herausforderungen und Chancen zu reagieren. Zentrale Anlässe sind der Abriss des ehemaligen Dillinger Kaufhauses, der Erwerb des Postareals durch die Stadt und die Umgestaltung des Freiraums zwischen dem Bahnhof, der Stummstraße und dem Stadtpark. Ziel ist es, diese Areale zu revitalisieren, einen attraktiven urbanen Raum zu schaffen und die Stadtstruktur zu stärken, indem die Bereiche Bahnhof, Stadtpark und Innenstadt besser miteinander verknüpft werden.
Die Vorgehensweise bei der Erstellung des Masterplans umfasste eine umfassende Analyse der Ausgangssituation, inklusive der bisherigen Nutzung und Verkehrssituation des Areals. Ein offener Prozess mit Beteiligung öffentlicher Akteure und Bürgern führte zu einem städtebaulichen Konzept, das den Raum effizient nutzt und gleichzeitig eine hohe Lebensqualität bietet. Der Plan konzentriert sich auf die Schaffung eines lebendigen, urbanen Quartiers, das mit einer Mischung aus Wohnflächen, Büros, Dienstleistungen und Freizeitmöglichkeiten ein modernes, sozial durchmischtes Umfeld bietet. Der öffentliche Raum wird durch ein Netz von Freiräumen und Bewegungsachsen neu organisiert.
Das Ergebnis des Masterplans ist ein robustes städtebauliches Gerüst, das die Entwicklung des Quartiers in mehreren Etappen ermöglicht. Es werden innovative Lösungen für die Verkehrsführung, insbesondere die Integration von öffentlichen Verkehrsmitteln und Fußgängern, sowie nachhaltige Konzepte für den Klimaschutz und die Nutzung öffentlicher Freiräume umgesetzt. Der Masterplan bietet eine Grundlage für zukünftige Verfahren, um das Quartier zu einem funktionalen und lebendigen Stadtteil zu entwickeln.



Leistungen: Mehrfachbeauftragung, Städtebaulicher Entwurf
Auftraggeber: Stadt Dillingen
Planungszeitraum: 2023
Plangebietsgröße: ca. 7 ha

Die Stadt Wörth am Rhein verfolgt im Rahmen der „Baulandinitiative RLP“ die Zielsetzung, Wohnbauflächen zu mobilisieren und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und dabei gleichzeitig eine qualitätsvolle Stadt- und Quartiersentwicklung zu gewährleisten. Im Zuge dessen wurde eine Mehrfachbeauftragung zur Untersuchung der Rahmenbedingungen und Machbarkeit einer wohnbaulichen Entwicklung auf den Bestandsgebieten Volgerwiesen sowie Herren- und Moltkestraße ausgelobt. Ziel der Initiative ist die Entwicklung einer Strategie als Grundlage für die zukünftige Umsetzung.
In einem mehrstufigen Prozess wurde die bestehende Siedlungsstruktur analysiert, um mögliche Entwicklungsszenarien zu erarbeiten. Dabei wurden städtebauliche Elemente wie die kleinteilige Haus-Hof-Bebauung und grüne Innenbereiche berücksichtigt. Der Neubau eines Lidl-Marktes wurde als isolierter Fremdkörper erkannt und es wurde ein Entwurf entwickelt, der die Siedlungskante unter Beibehaltung eines grünen Innenbereichs fortführt. Gleichzeitig wurde die Notwendigkeit einer Anpassung an heutige Nutzungsansprüche berücksichtigt, was den Einsatz von Geschosswohnungsbau erforderte.
Das Ergebnis der Planung sind zwei mögliche Entwicklungsszenarien, die jeweils ein städtebauliches Gesamtbild bieten. Besagte Szenarien beinhalten sowohl eine integrierte, übergreifende Entwicklung als auch eine kleinteilige Nachverdichtung, die auf den privaten Grundstücken umsetzbar ist. Trotz unterschiedlicher Ansätze bleibt das grundlegende städtebauliche Ziel in beiden Szenarien erhalten.




Leistungen: Mehrfachbeauftragung, Städtebaulicher Entwurf
Auftraggeber: Stadt Wörth am Rhein
Planungszeitraum: 2023
Plangebietsgröße: ca. 5 ha

Das Projekt umfasst die Entwicklung der Liegenschaften der General-Kammhuber-Kaserne (GKK) und der ehemaligen Bundeswehrfachschule (BWFS) in Karlsruhe zur Unterbringung von Bundesbehörden sowie weiterer möglicher Nutzungen. Ziel ist es, das Areal zukunftsfähig weiterzuentwickeln, indem es einer städtebaulichen Neubewertung unterzogen wird, um eine hohe Dichte und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten in Einklang mit dem naturräumlichen Umfeld zu erreichen. Ein zentrales Anliegen ist die Sicherstellung einer nachhaltigen, klimafreundlichen Entwicklung, wobei der Erhalt des wertvollen Baumbestands und die Integration des Hardtwaldes als Grünraum hervorgehoben werden.
Die Vorgehensweise umfasst die Erstellung eines städtebaulichen Strukturkonzepts, das die verträgliche Dichte und mögliche Flächenpotenziale ermittelt. Hierbei werden nicht nur die erforderlichen Büroflächen für die Behörden berücksichtigt, sondern auch Potenziale für zusätzliche Nutzungen wie Wohnen, Gastronomie und soziale Einrichtungen, die zu einem lebendigen, gemischten Quartier beitragen sollen. Der Entwurf fördert eine flexiblere Nutzung, die sich an den zukünftigen Bedarfen orientiert, und berücksichtigt dabei auch die Verkehrsinfrastruktur und nachhaltige Mobilität.
Das Ergebnis zeigt ein städtebauliches Konzept, das eine ausgewogene Dichte und Struktur erzielt, indem es kompakte Gebäude mit großzügigen Freiflächen kombiniert. Besondere Akzente setzen markante Gebäude und gut vernetzte öffentliche Räume, die das Areal mit der Umgebung verbinden. Das Projekt berücksichtigt ökologische und klimatische Aspekte, wie eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung und die Nutzung erneuerbarer Energien, und trägt so zur Schaffung eines zukunftsfähigen, lebenswerten Stadtquartiers bei.



Leistungen: Städtebaulicher Rahmenplan, Mehrfachbeauftragung
Auftraggeber: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben; Bundesbau Baden-Württemberg
Planungszeitraum: 2022
Plangebietsgröße: Teilgebiet A ca. 10 ha; Teilgebiet B ca. 2,5 ha

Der Industriehof in Speyer stellt ein einzigartiges und vielversprechendes Stadtquartier dar, das durch seinen historischen Bestand, seine vielfältigen Freiräume und Nutzungsmöglichkeiten sowie den Kontrast von geschäftigem Treiben und beschaulicher Ruhe besticht. Das Areal bietet großes Potenzial, behutsam weiterentwickelt zu werden und sich zu einem lebendigen, vielseitigen Stadtquartier für verschiedene Nutzergruppen zu wandeln. Ziel des Projekts ist es, den bestehenden Charakter zu bewahren und gleichzeitig neue, bereichernde Elemente hinzuzufügen, um den Industriehof aus seinem „Dornröschenschlaf“ zu erwecken.
Die Vorgehensweise zur Weiterentwicklung des Gebiets basiert auf einer schrittweisen und umsichtigen Strategie. Der historische Bestand wird durch minimalinvasive Sanierungen und Neubauten ergänzt, die den Charakter des Ensembles wahren und gleichzeitig für moderne Nutzungen geöffnet werden. Das Freiraumkonzept folgt dem Prinzip eines „Patchwork-Teppichs“, der die Vielfalt und den Industrie-Charme des Areals aufgreift. Zentrale Bausteine sind die Öffnung und Durchwegung der großen Hallen, um neue Nutzungsmöglichkeiten wie Coworking, Startups und Quartiersmärkte zu schaffen.
Das Ergebnis ist ein revitalisiertes Quartier, das durch die Kombination aus bewahrtem historischen Charme und modernen, kreativen Nutzungsmöglichkeiten eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Der Industriehof wird zu einem lebendigen und multifunktionalen Raum, der durch eine nachhaltige und benutzerfreundliche Erschließung für Fußgänger, Radfahrer und den betrieblichen Verkehr zugänglich bleibt. So entsteht ein dynamisches, offenes Umfeld, das sowohl den Bewohnern als auch den Nutzern vielfältige Möglichkeiten zur Aneignung und Gestaltung bietet.




Leistungen: zweiphasiger kooperativer städtebaulicher Einladungswettbewerb mit freiraumplanerischer Vertiefung
Auftraggeber: Stadt Speyer
Planungszeitraum: 2021-2022
Plangebietsgröße: ca. 11 ha
In Zusammenarbeit mit: AAg Loebner Schäfer Weber BDA Freie Architekten GmbH; GDLA Gornik Denkel Landschaftsarchitektur PartGmbb, Heidelberg; Durth Roos Consulting GmbH (Verkehrsplanung), Darmstadt

Der Wenderplatz, bislang ein unscheinbarer Parkplatz, wird zu einem urbanen Ort transformiert, der zukünftig als Bindeglied zwischen der Innenstadt, dem Rennbahngelände und perspektivisch auch dem Rhein dient. Ziel des Projekts ist es, diesen Raum von einem Transitbereich zu einem eigenständigen, attraktiven Stadtbaustein zu entwickeln, der hochfrequentierte Nutzungen beherbergt und eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Das geplante Forum wird zum neuen Zentrum des Stadtteils und soll sowohl als Verbindungselement als auch als Treffpunkt fungieren.
Die Planung des Forums basiert auf einer intensiven Auseinandersetzung mit verschiedenen Entwürfen und Varianten. Drei größere Gebäudemassen wurden so positioniert, dass sie sich gut in die Umgebung einfügen und den urbanen Raum aktiv gestalten. Diese Kubaturen kombinieren thematisch passende Nutzungen und schaffen lebendige Erdgeschosszonen, die Synergien zwischen den Nutzern fördern. Die Gebäudeorientierung richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten, insbesondere den Gleisen, dem Baumbestand und den Flutschutzanlagen. So entsteht ein urbaner Raum, der sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugt.
Das Ergebnis ist ein neuer urbaner Knotenpunkt, der nicht nur die verschiedenen Teile der Stadt miteinander verbindet, sondern auch einen Raum für Nutzung, Bewegung und Verweilen bietet. Das Forum als zentrale Platzfläche im Herzen des neuen Quartiers schafft ein lebendiges Umfeld, das sowohl für die Anwohner als auch für Besucher eine hohe Attraktivität besitzt und das urbane Leben in dieser Gegend nachhaltig bereichert.



Leistungen: kooperative Ideenwerkstatt
Auftraggeber: Stadt Neuss
Planungszeitraum: 2021
Plangebietsgröße: ca. 5 ha
In Zusammenarbeit mit: GDLA Gornik Denkel Landschaftsarchitektur PartGmbb, Heidelberg; Durth Roos Consulting GmbH (Verkehrsplanung), Darmstadt

In Bonn haben sich durch den Rückgang industrieller Produktion große Brachflächen gebildet, die als eines der letzten großen Flächenentwicklungspotenziale in zentraler Lage betrachtet werden. Diese Flächen bieten die einmalige Gelegenheit, ein lebendiges urbanes Quartier mit internationaler Vorbildfunktion zu schaffen. Der zweiphasige Realisierungswettbewerb „urban dot“ hatte zum Ziel, innovative Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels, der sich rasch wandelnden Wohnbedürfnisse und der Kombination von Wohnen und Arbeiten zu finden. Mit der Entwurfsidee eines „urban carpets“, das die Verbindung zwischen zwei unterschiedlichen Stadtteilen herstellt, qualifizierte sich das Projekt für die zweite Phase des Wettbewerbs.
Der Entwurf eines „urban carpets“ sieht einen kontinuierlich verlaufenden Raum vor, der von Nord nach Süd ausgerollt wird und als integrativer Raum für alle Nutzer dient. Entlang dieses Bandes entstehen verschiedene Nutzungen, die das urbane Leben ausmachen, mit einer lebendigen Mitte als Kreuzungspunkt für Einkaufsmöglichkeiten und Mobilitätsangebote. Die Erdgeschosse werden mit publikumswirksamen Nutzungen belegt, und das Band ist feinmaschig mit der Umgebung verknüpft, insbesondere durch eine starke Verbindung zum Nord-Süd-Radschnellweg. Dieser Ansatz sorgt dafür, dass der urban carpet eine attraktive neue Adresse im städtebaulichen Gefüge zwischen Bundesviertel und Dottendorf wird.
Das Ergebnis des Projekts ist ein städtebauliches Konzept, das sich flexibel an die Umgebung anpasst und gleichzeitig klare Akzente setzt. Vier Hochpunkte markieren den urban carpet und schaffen eine lebendige, aber nicht überwältigende Architektur. Die Neubauten sind so positioniert, dass sie lärmdichte Fronten bilden, ohne dabei zu großformatig zu wirken. Der Entwurf bietet somit eine zukunftsfähige und nachhaltig integrierte Lösung für das Gebiet.




Leistungen: zweiphasiger städtebaulicher Realisierungswettbewerb, 2. Phase
Auftraggeber:Stadt Bonn
Planungszeitraum: 2020
Plangebietsgröße: ca. 10 ha
In Zusammenarbeit mit: Agence 120 GR Landschaftsarchitekten, Straßburg

Das Projekt zur Neugestaltung des Gustav-Regler-Platzes in Merzig wurde von der Stadt angestoßen, um eine bessere Nutzung des Platzes und seines Umfeldes zu ermöglichen. Ziel war es, den Platz zu einem attraktiven, barrierefreien Aufenthaltsort zu transformieren, der den Bedürfnissen der Stadtbevölkerung sowie den besonderen Gegebenheiten vor Ort gerecht wird. Besonders wichtig waren dabei die zahlreichen Ideen und Wünsche aus den Workshops und Bürgerrunden, die eine breite Basis für die Entwicklung des Konzepts lieferten.
Die Arbeitsgemeinschaft MESS/BSA nahm sich intensiv der Analyse der örtlichen Gegebenheiten sowie der relevanten städtebaulichen, verkehrlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen an. Dabei wurden verschiedene Überlegungen und Ansätze entwickelt, um eine passende Lösung für den Platz zu finden. Die zentrale Idee war, eine harmonische Verbindung zwischen der zentralen Lage des Platzes und dem angrenzenden Seffersbach herzustellen, wodurch sowohl die Aufenthaltsqualität als auch der Hochwasserschutz verbessert werden sollten.
Das Ergebnis dieser Planungen ist eine Neugestaltung des Platzes, die eine großzügige Freitreppe umfasst, die den Platz direkt ans Wasser anbindet und gleichzeitig das Höhenniveau des Bachbettes aufnimmt. Diese Maßnahme verbessert nicht nur die Erlebbarkeit des Wassers, sondern sorgt auch für eine höhere Sicherheit im Hinblick auf den Hochwasserschutz.




Leistungen: Mehrfachbeauftragung Ideenwettbewerb, 3. Platz
Auftraggeber: Stadt Merzig
Planungszeitraum: 2019
Plangebietsgröße: ca. 1,5 ha
In Zusammenarbeit mit: BOCHEM.SCHMIDT ARCHITEKTEN PartGmbB, Merzig

Die Gemeinde Mönchzell ist mit dem Gebiet „Ortsmitte Mönchzell“ in das Landessanierungsprogramm aufgenommen worden, um eine zentrale Ortsmitte zu etablieren und das historische Erbe der Gemeinde zu bewahren. Ziel ist es, leerstehende und instabile Gebäude, darunter zahlreiche denkmalgeschützte Objekte, zu sanieren und neu zu ordnen. Die bislang fehlende Ortsmitte soll durch die Neugestaltung öffentlicher Bereiche, eine bessere Verknüpfung der vorhandenen Gebäude sowie eine gestalterische Aufwertung des Schlosshofes und der Kirchenbereiche an der Hauptstraße gestärkt werden. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die bauliche Identität der Gemeinde betonen, sondern auch den sozialen und kulturellen Mittelpunkt von Mönchzell neu definieren.
Die Vorgehensweise sieht eine umfassende Neugestaltung des öffentlichen Raums vor, insbesondere des Fellmann-Areals, auf dem sich der denkmalgeschützte Schlosshof befindet. Während einige historische Gebäude erhalten und saniert werden, wird der östliche Bereich durch den Abriss alter Scheunen und den Bau einer Wohnanlage für betreutes Wohnen mit 23 Einheiten neu strukturiert. Einheitliche Materialien und durchdachte Fußwegverbindungen sollen die Orientierung erleichtern und ein harmonisches Gesamtbild schaffen. Die öffentlichen Gebäude werden funktional und visuell miteinander verknüpft, wodurch eine klar erkennbare Ortsmitte entsteht.
Das Ergebnis ist ein lebendiges Zentrum, das Tradition und Moderne vereint. Die Neubauten und angrenzenden Grün- und Platzbereiche respektieren die historische Bedeutung des Schlosshofes und bieten gleichzeitig Raum für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Der barocke Schlosshof wird durch die neuen Gebäude räumlich gefasst, wodurch eine attraktive Mischung aus urbaner Dichte und ruhigen Grünflächen entsteht, die die Ortsmitte nachhaltig belebt und die Lebensqualität in Mönchzell steigert.




Leistungen: Mehrfachbeauftragung, 1. Preis
Auftraggeber: Stadt Meckesheim
Planungszeitraum: 2019
Plangebietsgröße: ca. 4 ha

Das Projekt im Hamburger Bezirk Altona befasst sich mit der Umgestaltung eines zentralen Stadtbereichs, der durch die Verlagerung des Fernbahnhofs Altona nach Norden ermöglicht wird. Dabei entstehen auf ehemaligen Bahn- und Gewerbeflächen, einschließlich der Holsten Brauerei, etwa 30 Hektar innerstädtische Entwicklungsfläche – das zweitgrößte städtebauliche Projekt Hamburgs nach der HafenCity. Ziel ist es, die bislang durch Bahntrassen getrennten Quartiere des Hamburger Westens miteinander zu verbinden und eine nachhaltige städtische Struktur zu schaffen.
Das neue Viertel wird als eigenständige Einheit mit drei klar definierten Quartieren rund um einen zentralen Park konzipiert. Diese prägnante städtebauliche Struktur erlaubt eine flexible, etappenweise Realisierung, abhängig von der Verfügbarkeit der Grundstücke. Ein besonderer Fokus liegt auf der Verbesserung des Freiraumsystems: Neben neuen Freizeit- und Erholungsflächen entstehen durchgängige Wegeverbindungen in Ost-West- und Nord-Südrichtung. Der zentrale Grünzug schließt die bestehende Lücke im städtischen Freiraumsystem und erweitert die bedeutende städtebauliche Achse vom Altonaer Balkon über den alten Bahnhof Altona bis zum neuen Fernbahnhof Diebsteich. Die denkmalgeschützten Güterabfertigungshallen werden dabei in das Quartierskonzept integriert und neu genutzt.
MESS gewann für dieses Konzept 2006 gemeinsam mit ASTOC Architects & Planners den ersten Preis bei der Internationalen Architekturolympiade sowie die Silbermedaille im Bereich Städtebau. Aufbauend auf einer beauftragten Vorstudie wurde 2010 ein internationaler Realisierungswettbewerb ausgelobt, dessen Ergebnisse in die weitere Umsetzung des Projekts einflossen. Das Projekt trägt maßgeblich zur urbanen Weiterentwicklung Altonas bei und schafft eine zukunftsfähige Verbindung zwischen den bislang isolierten Stadtquartieren.



Leistungen: Städtebaulicher Entwurf, Vorstudie, 1. Platz
Auftraggeber: Freie- und Hansestadt Hamburg
Planungszeitraum: 2006 – 2009
Plangebietsgröße: Insgesamt ca. 28,5 ha; Einzelquartiere von 5-16 ha
In Zusammenarbeit mit: ASTOC Architects & Planners, Köln; WES Landschaftsarchitekten, Hamburg

Berlin steht als wachsende Metropole vor der Herausforderung, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Ziel ist es, innerhalb der laufenden Legislaturperiode 30.000 neue Wohnungen zu realisieren, was einem jährlichen Zuwachs von 6.000 Einheiten entspricht. Die Buckower Felder im Süden Berlins bieten mit einer Fläche von 15,5 Hektar eine der letzten großen Entwicklungsflächen im Bezirk Neukölln. Hier soll eine durchgrünte Wohnsiedlung mit hohen ökologischen Standards und bezahlbaren Preisen entstehen. Neben der Wohnbebauung werden auch die benachbarten Landschaftsflächen von etwa sechs Hektar einbezogen, um ökologische Ausgleichsmaßnahmen und Erholungsmöglichkeiten zu schaffen. Ein städtebaulicher Wettbewerb soll ein überzeugendes Konzept für die Entwicklung liefern.
Unser prämierter Entwurf sieht eine strukturierte Quartiersentwicklung mit einer zentralen Freiraumachse vor, die die Landschaft mit dem Stadtraum verbindet. Drei große Baufelder sowie ein kleinerer Stadtblock gruppieren sich um diese Achse und interpretieren die bestehende Bebauungsstruktur auf moderne Weise. Die Quartiere sind thematisch untergliedert in „Stadtrandquartier“, „Stadtquartier“, „Stadteingang“ und „Stadtland“. Sie sind so konzipiert, dass sie unabhängig voneinander entwickelt werden können und flexibel an die Marktnachfrage angepasst werden. Das Freiraumsystem integriert Ausgleichsflächen, Spiel- und Sportbereiche sowie eine Anbindung an bestehende Nachbarschaften.
Besonderer Wert wird auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt. Die Gebäude sind optimal zur Sonne ausgerichtet und mit energieeffizienten Technologien ausgestattet. Erneuerbare Energien wie Photovoltaik und Blockheizkraftwerke sollen den Energiebedarf decken. Die Erschließung erfolgt über bestehende Straßen mit minimiertem motorisierten Verkehr. Ein durchdachtes Entwässerungssystem mit offenen Rinnensystemen und zentraler Versickerung unterstreicht den nachhaltigen Charakter des Projekts. So entsteht ein modernes, ökologisches Wohnquartier mit hoher Lebensqualität.




Leistungen: Städtebaulicher Wettbewerb, 2. Platz
Auftraggeber: Stadt Berlin
Planungszeitraum: 2012
Plangebietsgröße: ca. 15,5 ha
In Zusammenarbeit mit: Lützow 7 Landschaftsarchitekten PartGmbB; BSM Stadtentwicklung, Berlin

Die Stadt Karlsruhe hat für die ehemalige Kasernenanlage in der Kussmaulstraße einen Wettbewerb zur städtebaulichen Neugestaltung ausgelobt. Die Grundrissfigur der ehemaligen Kasernenanlagen bildet spektakuläre urbane Leerräume, die durch die militärische Aufgabe zunächst ihre Funktion verloren haben. Ziel des Projekts ist es, diesen historischen Standort in einen integrierten und lebendigen Stadtbaustein mit unverwechselbarer Identität und neuen Nutzungsmöglichkeiten zu transformieren. Dabei soll die spezifische Ensemble-Struktur der Artilleriekaserne erhalten und durch neue Bausteine und Nutzungen weiterentwickelt werden.
Die Konzeption basiert auf einem stabilen räumlichen Grundgerüst, das die Randbebauung und die Hofstruktur bewahrt, sowie einer flexiblen Typologie von Solitärbauten, die schrittweise entwickelt werden können. Die historische Struktur wird wieder ablesbar gemacht, indem nicht denkmalgeschützte, nachträglich errichtete Gebäude entfernt werden. Erhaltenswerte Bestandsgebäude werden schrittweise für künftige Nutzungen aufbereitet. Die drei Haupthöfe erhalten spezifische Nutzungsmischungen: Der WohnHof integriert Wohnangebote und büronahe Nutzungen, der WerkHof kombiniert Gewerbe, Handwerk und Dienstleistungen, während der OfficeHof Verwaltungs- und Bildungsnutzungen beheimaten kann.
Das Areal wird durch eine durchlässige Erschließung mit einer zentralen CampusAchse an das Stadtbahn- und Busnetz angebunden. Die Freiraumgestaltung basiert auf der bestehenden Struktur und bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Die erhaltene versiegelte „Bodenplatte“ wird als kollektiver Interaktionsraum interpretiert, während differenzierte „Aurazonen“ zwischen Gebäuden und öffentlichen Bereichen verschiedene Nutzungsqualitäten schaffen. So entsteht ein vielseitiges, nachhaltiges Quartier mit durchdachter Mischung aus Bestand und moderner Stadtentwicklung.




Leistungen: Städtebaulicher Wettbewerb, 1. Platz
Auftraggeber: Stadt Karlsruhe
Planungszeitraum: 2012
Plangebietsgröße: ca. 5 ha
In Zusammenarbeit mit: MGF Architekten, Stuttgart

Die städtebauliche Konzeption basiert auf sieben homogenen Nachbarschaften, die sich um Wohnhöfe gruppieren. Die Königsberger Straße dient als Haupterschließung, während ein neuer Fuß- und Radweg den Siedlungsrand begleitet. Bestehende Wegeachsen werden konsequent aufgegriffen und mit dem Quartier verknüpft. Die Wohnhöfe sind als Mischverkehrsflächen gestaltet, die allen Verkehrsteilnehmern gleichrangige Nutzung ermöglichen. Stellplätze und Tiefgaragenzufahrten sind an den Rändern angeordnet, wodurch die Innenhöfe weitgehend vom Verkehr entlastet werden.
Das durchdachte Konzept erlaubt eine flexible Erweiterung des Quartiers nach Osten, indem ein Erschließungsring angefügt und die Hofstruktur gespiegelt wird. Gleichzeitig sorgen naturnahe Gestaltungselemente wie Versickerungsmulden für nachhaltiges Regenwassermanagement und eine harmonische Einbindung in die Umgebung.



Leistungen: Städtebaulicher Ideenwettbewerb, 1. Platz; anschließendes Rahmenplanverfahren
Auftraggeber:Stadt Neu-Ulm
Planungszeitraum: 2012
Plangebietsgröße: ca. 4,5 ha, 185 Wohneinheiten

MESS freut sich gemeinsam mit ppas / Pesch und Partner sowie urbane gestalt Johannes Böttger über den 2. Preis im Wettbewerb zur Neuentwicklung des ehemaligen St.-Alexius-Krankenhauses in Neuss. Mit der Konzentration der Psychiatrie auf den Standort nördlich der Nordkanalallee bietet sich die Chance, das Areal in ein attraktives Wohnquartier mit 400 bis 500 Wohneinheiten zu transformieren. Die Nähe zur Innenstadt, der angrenzende Grünzug sowie der bestehende Klostergarten machen das Viertel zu einem hochwertigen Wohnstandort für unterschiedliche Zielgruppen.
Das Konzept setzt auf eine solide städtebauliche Struktur mit Quartieren, die jeweils einen eigenen Charakter entwickeln. Im Bereich des Klosters entstehen die Klostergartenhöfe mit verdichtetem Wohnraum und einem zentralen Park. Südlich und westlich schließen sich die Auen- und Obsthöfe an, die sich mit aufgelockerter Bebauung harmonisch in die umgebenden Freiräume einfügen. Durch die Aufnahme bestehender Strukturen und Richtungen aus der Umgebung wird das Quartier in die Stadt integriert, mit durchgrünten Traversen als verbindende Elemente.
Die Erschließung erfolgt über zwei Schleifen für den motorisierten Verkehr, ergänzt durch zwei Fuß- und Radwegachsen. Diese Struktur ermöglicht eine schrittweise Entwicklung und flexible Umsetzung des Quartiers. So entsteht ein durchlässiger, vielseitiger und nachhaltiger Stadtteil, der sich harmonisch in das bestehende Stadtgefüge einfügt.


Leistungen: Städtebaulicher Entwurf, Visualisierung
Auftraggeber: Stadt Neuss in Kooperation mit Alexianer-Brüdergemeinschaft Neuss
Planungszeitraum: 2012
Plangebietsgröße: ca. 22 ha
In Zusammenarbeit mit: ppas Pesch und Partner, Herdecke; urbane gestalt Johannes Böttger, Köln

Im Rahmen des Karlsruher Stadtjubiläums 2015 soll ein Räumliches Leitbild entwickelt werden, das als strategische Grundlage für die zukünftige Stadtentwicklung dient. Um diesen Prozess vorzubereiten, wurden zentrale Fragestellungen erarbeitet und anschaulich illustriert. Karlsruhe steht vor vielfältigen Herausforderungen: Die Innenstadt befindet sich in einem umfassenden Umgestaltungsprozess, das Verkehrssystem wird modernisiert, und strukturelle Problemfelder werden bearbeitet. Gleichzeitig beeinflussen demografische, wirtschaftliche und ökologische Entwicklungen die Stadt in ihrer Gesamtheit. Ziel des Leitbilds ist es, Karlsruhe als attraktiven Wohn-, Arbeits- und Forschungsstandort weiterzuentwickeln und räumliche Handlungsschwerpunkte zu definieren.
Die Vorgehensweise basiert auf einer ganzheitlichen Betrachtung der Stadt, die über einzelne Projekte hinausgeht und ein gemeinsames Bild für die zukünftige Entwicklung entwirft. Wichtige Themenfelder umfassen das Verhältnis der Stadt zur Region und zum Rhein, den Hochschul- und Technologiestandort, Mobilität, Stadtbild und Freiräume. Die bauliche Struktur und das Erscheinungsbild Karlsruhes sollen unter Berücksichtigung dieser Aspekte weitergedacht werden. Dabei geht es um Fragen zur Wohn- und Gewerbegebietsentwicklung, zur Nutzung bestehender Flächenpotenziale und zur Gestaltung naturräumlicher Übergänge.
Vor dem Hintergrund eines wachsenden Entwicklungsdrucks ohne großflächige Expansion ist es essenziell, ein tragfähiges räumliches Konzept zu erarbeiten. ASTOC/MESS haben hierzu eine vorbereitende Analyse erstellt, die zehn zentrale Fragen an die zukünftige Entwicklung Karlsruhes formuliert. Diese Fragen decken die wichtigsten Herausforderungen und Potenziale ab und bilden die Grundlage für eine fundierte strategische Ausrichtung der Stadtentwicklung.




Leistungen: Gesamtstädtische Analyse, Studie
Auftraggeber: Stadtplanungsamt Karlsruhe
Planungszeitraum: 2012
Plangebietsgröße: 173 km²
In Zusammenarbeit mit: ASTOC Architects & Planners, Köln

Der Entwicklungsbereich im Osten Ludwigsburgs zwischen den Stadtteilen Oststadt und Oßweil stellt einen vielseitigen Raum mit großem Potenzial dar. Hier treffen Sportflächen von stadtweiter Bedeutung auf ehemalige Gärtnereiflächen sowie landwirtschaftlich geprägte Freiräume. Gleichzeitig grenzen diese Nutzungen an bisher unstrukturierte Siedlungsränder. Ziel des Projekts war es, eine ganzheitliche städtebauliche und freiräumliche Entwicklungsperspektive zu erarbeiten, die die unterschiedlichen Funktionen in ein schlüssiges Gesamtkonzept integriert.
Im Rahmen eines zweiphasigen kooperativen Verfahrens wurde ein integratives Konzept entwickelt, das die verschiedenen Nutzungen in eine nachhaltige und funktionale Ordnung bringt. Das Planungsteam, bestehend aus MESS, urbane gestalt landschaftsarchitekten und SHP Ingenieure, konnte die Jury mit einem ganzheitlichen Ansatz überzeugen. Dabei wurde ein stabiles räumliches und programmatisches Grundgerüst definiert, das sowohl klare Entwicklungsrichtlinien vorgibt als auch genügend Flexibilität für zukünftige Anpassungen bietet.
Das Konzept ermöglicht eine synergetische Koexistenz der bestehenden und neuen Nutzungen, ohne dass einzelne Funktionen durch starre Vorgaben eingeschränkt werden. Die enge Verzahnung von Stadtplanung, Landschaftsarchitektur und Ingenieurswesen schafft eine zukunftsfähige Grundlage für die bauliche und freiräumliche Weiterentwicklung Ludwigsburgs. Aufgrund dieses überzeugenden Konzepts wurde die Arbeitsgemeinschaft mit der weiteren Rahmenplanung beauftragt.




Leistungen: Kooperatives Verfahren in zwei Phasen
Auftraggeber: Stadt Ludwigsburg
Planungszeitraum: 2013-2014
Plangebietsgröße: ca. 60ha
In Zusammenarbeit mit: urbane gestalt | johannes böttger landschaftsarchitekten, Köln;
SHP Ingenieure, Hannover
Das rund 50 Hektar große innerstädtische Areal Schildacker in den Freiburger Stadtteilen Haslach und St. Georgen ist ein vielfältig genutztes Quartier mit heterogener Struktur. Im Rahmen des Landesförderprogramms „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wurde ein strategisches Rahmenkonzept zur zukünftigen Entwicklung erarbeitet. Ziel war es, eine nachhaltige städtebauliche Leitlinie zu schaffen, die bestehende Strukturen stärkt und gleichzeitig neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet. Vier Planungsbüros wurden in eine Mehrfachbeauftragung einbezogen, deren Ergebnisse im März 2015 öffentlich präsentiert wurden. Die Auswahlkommission entschied sich für das Konzept von MESS und ASTOC Architects and Planners als Grundlage für die weitere Entwicklung.
Das Konzept sieht eine strukturelle Gliederung des Quartiers in mehrere Teilbereiche vor. Neubauten konzentrieren sich insbesondere auf die ECA-Siedlung, das Gelände der Polizeiakademie sowie das Götz & Moriz-Areal. Während bestehende bauliche Strukturen erhalten und durch gezielte Maßnahmen gestärkt werden, erfolgt die Weiterentwicklung durch maßvolle Nachverdichtung. Die ECA-Siedlung wird schrittweise erneuert, wobei ihre charakteristische Struktur aus Zeilenbauten und Grünflächen bewahrt bleibt. Neue Wohngebäude an der Polizeiakademie orientieren sich an den angrenzenden Quartieren und fassen die öffentlichen Räume. Im Zentrum bleibt der baumbestandene Anger erhalten und wird durch experimentellen Wohnungsbau ergänzt.
Durch präzise gesetzte Neubauten erfährt die Marshall-Siedlung eine maßvolle Erweiterung. Der neu geschaffene „Kreativ-Bogen“, der sich zwischen Schildackerweg und Schopfheimer Straße erstreckt, bildet gemeinsam mit dem Götz & Moriz-Areal einen Anziehungspunkt für die Kreativwirtschaft. Vorhandene kulturelle und gewerbliche Nutzungen bieten dabei ideale Voraussetzungen für weitere Ansiedlungen. Das „Bunte Quartier“ zwischen Kreativ-Bogen und Wiesentalstraße soll langfristig durch eine schrittweise Transformation weiterentwickelt werden, wobei die bestehende Nutzungsmischung erhalten bleibt und durch gezielte Nachverdichtungen ergänzt wird.
Leistungen: Mehrfachbeauftragung
Auftraggeber: Stadt Freiburg im Breisgau
Planungszeitraum: 2014
Plangebietsgröße: ca. 50 ha, ca. 157.000m² BGF, 1.400 WE
In Zusammenarbeit mit: ASTOC Architects and Planners Köln

Die Gemeinde Mettlach initiierte 2014 gemeinsam mit Villeroy & Boch ein Planungsverfahren zur städtebaulichen Entwicklung des Ortes. Mettlach ist stark durch die Präsenz des Unternehmens geprägt, dessen Verwaltungs- und Produktionsgebäude weite Teile des Ortsbildes dominieren. Aufgrund des Strukturwandels wurden große Teile der Industrieflächen stillgelegt, insbesondere im Bereich der Mosaikfabrik sowie östlich der Alten Abtei. Viele dieser Flächen liegen brach oder werden künftig aufgegeben, wodurch neue städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten entstehen. Ziel des Projekts ist es, den Ort neu zu strukturieren, zentrale Bereiche besser zu verknüpfen und den Stadtraum durch eine durchdachte Gestaltung aufzuwerten. MESS wurde nach einer einstimmigen Jury-Empfehlung mit der Weiterbearbeitung des Konzepts beauftragt.
Kern der entwickelten Konzeption ist die „Mettlacher Runde“, ein barrierefreier Rundweg, der die wichtigsten städtischen Bereiche verbindet und durch einheitliche Gestaltungselemente Orientierung bietet. Der Weg verknüpft historisch und touristisch bedeutsame Orte und greift bestehende Wegeverbindungen auf. Er integriert den Abteipark, die Alte Abtei und das Saarufer und dient als Ausgangspunkt für weitere Routen, wie den Saar-Hunsrück-Steig. Die Gestaltung reagiert dabei flexibel auf die unterschiedlichen Charaktere der Teilbereiche und schafft eine einheitliche, aber abwechslungsreiche Raumqualität.
Das Konzept basiert auf einer intensiven Analyse der städtebaulichen Rahmenbedingungen und der durch den Strukturwandel entstandenen Defizite. Im Fokus steht die Frage, wie sich Mettlach gestalterisch und funktional weiterentwickeln kann. Durch die neuen Entwicklungsmöglichkeiten entstehen Chancen, die zentrale Mitte des Ortes besser mit ihrer Umgebung zu vernetzen. Besondere Orte wie Schloss Saareck, die City, der Abteipark, die Alte Abtei und das Saarufer werden gezielt miteinander verbunden und stärken so die Attraktivität Mettlachs sowohl für Bewohner als auch für Besucher.



Leistungen: Mehrfachbeauftragung
Auftraggeber: Stadt Mettlach in Kooperation mit Villeroy & Boch
Planungszeitraum: 2014
In Zusammenarbeit mit: Stefan Laport Landschaftsarchitekt, Battweiler

Das Wettbewerbsgebiet in Hamburg Harburg umfasst rund 70 Hektar und stellt die größte zusammenhängende Wohnungsbau- und Gewerbeflächenreserve des Bezirks dar. Unter dem Leitbild der „Gartenstadt des 21. Jahrhunderts“ soll hier ein modernes Stadtquartier entstehen, das die historischen Prinzipien der Gartenstadt neu interpretiert. Ziel ist es, ein lebendiges Quartier mit gemischten Wohntypologien für mittelständische Familien und Haushalte zu schaffen, das zugleich Raum für forschungsintensives, produzierendes Gewerbe und Handwerk bietet. Dabei steht das ausgewogene Zusammenspiel von Wohnen, Arbeiten und Freizeit im Fokus.
MESS verfolgt einen integrativen Planungsansatz, bei dem Bauherren und Bauträger gemeinsam einen eigenständigen Gartenstadtteil innerhalb der Großstadt gestalten. Das Konzept basiert auf einem verträglichen Nebeneinander von Wohn- und Gewerbenutzungen, einem hohen Anteil an privaten Grünflächen sowie einem durchdachten Netz öffentlicher Räume und Grünanlagen. Die Erschließung erfolgt über ein einfaches, aber robustes System, das eine klare Orientierung bietet. Zudem bildet eine zentrale bauliche Mitte das Herz des Quartiers und vereint wichtige Alltagsnutzungen.
Das Ergebnis ist ein urbaner Stadtteil mit hoher Lebensqualität, der moderne Wohnbedürfnisse mit wirtschaftlicher Entwicklung verbindet. Die einheitliche Gestaltungsidee sorgt für ein stimmiges Gesamtbild, während die flexible Struktur den Anforderungen zukünftiger Entwicklungen gerecht wird. So entsteht ein nachhaltiges, zukunftsfähiges Quartier, das Harburgs Stadtstruktur ergänzt und bereichert.





Leistungen: Städtebaulicher Einladungswettbewerb (Anerkennung)
Auftraggeber: IBA Internationale Bauausstellung Hamburg GmbH
Planungszeitraum: 2016
Plangebietsgröße: ca. 70 ha
In Zusammenarbeit mit: urbane gestalt | johannes böttger landschaftsarchitekten, Köln

Der Zähringer Norden in Freiburg, bislang als „Vorstadtwüste“ wahrgenommen, birgt unentdeckte Potenziale, die im Rahmen einer städtebaulichen Mehrfachbeauftragung erschlossen werden sollen. Ziel der Stadt Freiburg ist es, die versteckten Qualitäten des Gebiets zu nutzen, um daraus einen attraktiven und vielfältigen Stadtteil zu entwickeln. Ein besonderer Fokus liegt darauf, die vorhandenen Strukturen wie Nahversorgung, Grünräume, eine gute Erschließung und den Zähringer Bach gezielt einzubinden und weiterzuentwickeln, anstatt sie zu ersetzen.
Das Büro MESS setzt auf einen Ansatz des „Upcyclings“, bei dem mit den bestehenden Gegebenheiten gearbeitet wird, um verschiedene Quartiere mit eigenen Identitäten zu schaffen. Die städtebauliche Strategie basiert auf einer soliden Grundlage, die Themen wie Flexibilität für Umbau- und Entwicklungsszenarien, das Leben mit Lärm, die Generierung von Mehrwert und die Schaffung überdurchschnittlicher Qualitäten adressiert. Gleichzeitig wird besonderer Wert auf die Vernetzung der Quartiere gelegt – sowohl untereinander als auch mit ihrer Umgebung. Ziel ist es, städtebauliche und landschaftliche Elemente in Einklang zu bringen, um attraktive Wohn- und Lebensräume zu schaffen.
Das Ergebnis ist ein zukunftsweisender Entwurf, der aus dem Zähringer Norden ein lebendiges Quartier mit hohem Wohnwert macht. Durch die geschickte Kombination von Bestand und Neugestaltung entsteht ein Stadtteil, der sich durch Flexibilität, Vernetzung und besondere Qualitäten auszeichnet. Das Konzept schafft eine klare Vision für die Transformation und Entwicklung des Areals und bietet eine langfristige Perspektive für die Integration in das Freiburger Stadtgefüge.



Leistungen: Mehrfachbeauftragung
Auftraggeber: Stadt Freiburg im Breisgau
Planungszeitraum: 2017
Plangebietsgröße: ca. 10 ha

Die Stadt Offenburg plant im Gewann „Spitalbühnd“ im Stadtteil Waltersweier ein neues Baugebiet, um den wachsenden Wohnbedarf zu decken. Ziel des städtebaulichen Entwurfs ist es, das Wohngebiet harmonisch in die dörfliche Umgebung und die Landschaft einzubinden, während die bestehenden Qualitäten des Ortes bestmöglich genutzt werden. Ein zentraler Aspekt des Konzepts ist die Erweiterung des bestehenden Rathausplatzes, der als neuer Dorfplatz eine zentrale Rolle im baulichen Gefüge einnimmt. Die funktionale Verbindung des Platzes mit der umliegenden Grünspange sowie ein gut vernetztes Fuß- und Radwegenetz stärken die Integration des Gebiets. Das Wohngebiet öffnet sich zu den Grünflächen und schafft attraktive Sichtbezüge und Erholungsräume. Eine zentrale Süd-Nord-Achse bildet das Rückgrat der Erschließung, wobei der Fokus auf nachhaltigen Mobilitätskonzepten liegt.
Das städtebauliche Konzept setzt auf flexible Parzellierung, die unterschiedliche Bauformen ermöglicht. Die Grundstückstiefen von ca. 25 Metern erlauben eine variable Nutzung für Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser und Geschosswohnungsbau. Besonderer Wert wird auf ortstypische Gestaltungselemente gelegt, um den Charakter Waltersweiers widerzuspiegeln. Entwässerungsrinnen entlang der Baufelder greifen die prägenden Grabenstrukturen des Ortes auf und betonen die landschaftliche Einbindung.
Die neuen Geschosswohnungsbauten rahmen den Dorfplatz und schaffen einen einladenden Eingang ins Neubaugebiet. Mit Erdgeschossnutzungen wie Gastronomie oder Begegnungsräumen wird der Platz belebt. Gestaltelemente wie Wasserspiele, Sitzmöglichkeiten, Baumreihen und Grünflächen verleihen dem Dorfplatz hohe Aufenthaltsqualität. Eine angrenzende Spielfläche und ein Kindergarten fördern zusätzlich die Attraktivität und schaffen einen lebendigen Treffpunkt im Herzen des neuen Baugebiets.




Leistungen: Mehrfachbeauftragung, Städtebauliches Konzept
Auftraggeber: Stadt Offenburg
Planungszeitraum: 2018
Plangebietsgröße: ca. 7 ha

In Zusammenarbeit mit: AGENCE 120GR Landschaftsarchitekten, Straßburg; Prof. Dr.-Ing. Christoph J. Menzel (Verkehrsplanung), Braunschweig
Die Stadt Bietigheim-Bissingen plant auf dem ehemaligen Industrieareal der Firma DLW ein modernes, urbanes Stadtviertel, das als wegweisender Baustein für die IBA 2027 Stadt-Region Stuttgart dienen soll. Das Areal, mit seiner zentralen Lage und seiner industriellen sowie stadtgeschichtlichen Bedeutung, bietet großes Potenzial für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Ziel ist es, innovative Lösungen zu finden, die Arbeitsstätte und Wohnung miteinander verbinden und den Begriff „Werksiedlung“ neu interpretieren.
Im Rahmen eines offenen Realisierungswettbewerbs wurde MESS als Preisträger ausgewählt, um in einem weiteren städtebaulichen Wettbewerb die Entwürfe weiter zu entwickeln. Das Verfahren fand unter intensiver Beteiligung der Öffentlichkeit statt. Der Entwurf von MESS schafft ein klares und tragfähiges städtebauliches Gerüst, das durch eine Membranstruktur die Ränder des Quartiers definiert. Diese Randzonen schützen vor äußeren Störungen, wie Lärm, und bieten gleichzeitig Zugang und Vernetzung mit der Umgebung. Das innere Gerüst aus öffentlichen und privaten Freiräumen ermöglicht eine hohe Vielfalt an Nutzungen und fördert urbanes Leben.
Das Ergebnis ist ein durchdachtes Konzept, das eine Vielzahl von Wohnungsbautypologien und Gewerbeflächen bietet. Die Quartiersstruktur variiert von groben Randbereichen bis hin zu feineren inneren Zonen. Privater Wohnungsbau, wie auf Townhouseparzellen oder durch Bauherrengemeinschaften, wird ebenfalls ermöglicht. Das Mobilitätskonzept fördert nachhaltige Angebote und minimiert den motorisierten Individualverkehr, während eine hohe Aufenthaltsqualität durch sorgfältig gestaltete Grünflächen und Straßenräume geschaffen wird.




Leistungen: Offener Städtebaulicher Realisierungswettbewerb, Preisträger (Phase 1), Anerkennung (Phase 2)
Auftraggeber: Stadt Bietigheim- Bissingen
Planungszeitraum: 2018
Plangebietsgröße: ca. 8,5 ha

In Zusammenarbeit mit: Agence 120 GR Landschaftsarchitekten, Straßburg; Durth Roos Consulting GmbH (Verkehrsplanung), Darmstadt
Das ehemalige Walzwerk in Trier-Kürenz bietet mit seiner Aufgabe als Industriefläche die Chance, ein neues, mischgenutztes Quartier zu schaffen. Auf dem 4,1 Hektar großen Areal, nahe der Trierer Innenstadt, soll ein urban geprägtes Wohngebiet entstehen, das durch attraktive Freiräume und nachhaltige Mobilitäts- sowie Klimakonzepte ergänzt wird. Ziel ist es, die dörflichen Strukturen von Alt-Kürenz mit der urbanen Typologie der Innenstadt zu verbinden und so die städtebauliche Weiterentwicklung des historischen Stadtteils voranzutreiben. Dabei wird auf eine harmonische Einbettung in die Umgebung geachtet, um vielfältige Bezüge und Übergänge zu schaffen.
Im Rahmen einer zweistufigen Mehrfachbeauftragung wurde zunächst eine städtebauliche Struktur entwickelt, die anschließend zu einem vertieften Konzept ausgearbeitet wurde. Die Arbeitsgemeinschaft unter Federführung von MESS gewann den Wettbewerb und übernahm die planerische Weiterentwicklung. Der Entwurf integriert identitätsstiftende Elemente des ehemaligen Walzwerks sowie der Umgebung und schafft ein Band aus Plätzen und Grünräumen, das die organischen Strukturen von Kürenz mit dem orthogonalen Raster des Walzwerks verbindet.
Das Ergebnis ist das „Walzwerkquartier“, das durch eine Mischung aus urbanen und dörflichen Elementen sowie eine soziale Vielfalt überzeugt. Es verknüpft bestehende Strukturen und neue Entwicklungen zu einem lebendigen Stadtquartier mit grünen Trittsteinen, die den Schlosspark anbinden. Damit setzt das Quartier Maßstäbe für eine nachhaltige, integrative Stadtentwicklung in Trier.




Leistungen: Städtebauliche Mehrfachbeauftragung, 1. Preis
Auftraggeber: Stadt Trier
Planungszeitraum: 2019
Plangebietsgröße: ca. 4 ha
